Diese Form der Geldanlage ist kein vorübergehendes Modethema, sondern zunehmend im Mainstream verankert und auch in der breiten Finanzwelt angekommen. In Deutschland haben die verantwortlichen Investments im vergangenen Jahr um ca. 10% zugelegt. Wie der aktuelle Marktbericht des Forum Nachhaltige Geldanlagen (FNG) zeigt, sind die Steigerungsraten in Teilbereichen enorm. Dem Bericht zufolge wurden 2019 ca. 269 Milliarden Euro in Anlageprodukte investiert, die Umwelt-, Sozial- und Governance- (ESG) Kriterien explizit in den Anlagebedingungen festschreiben. Gegenüber dem Vorjahr ist das Volumen demnach um 23 Prozent gestiegen.

Die meisten Fonds arbeiten mit Ausschlusskriterien. (siehe auch den Beitrag vom 02. September 2019). Die höchsten Volumenzuwächse verzeichneten jedoch Fonds, die nach einem „Best in Class“ Ansatz  (der relativ beste Anbieter innerhalb einer Branche) investieren. Inzwischen entspricht deren Anteil der Hälfte der Geldanlagen in nachhaltigen Fonds und Mandaten.

„Best in Class“ erfüllt nicht unseren Nachhaltigkeitsanspruch. Hier könnte z.B. immer noch in Waffenproduzenten oder in Energieversorger, die einen hohen Anteil aus Atomstrom gewinnen, investiert werden. Spannend finden wir inzwischen die Entwicklung sogenannter „Impact Investments“. Es handelt sich hierbei um einen Bereich innerhalb der ESG- Anlagen, die auf eine positive Wirkung abzielen. Die große Herausforderung ist derzeit, diesen Einfluss der Anlagen zu messen und entsprechende Qualitätsstandards zu definieren.

Die Motive der Investoren, den Blick auf nachhaltige Anlagen zu werfen, sind sehr unterschiedlich. Institutionelle bereiten sich z.B. auf Offenlegungspflichten im Rahmen einer neuen EU-Verordnung ab 2021 vor. Gemeinnützige Organisationen wollen ihr Image damit festigen und/oder andere Anleger einen Beitrag zum Umweltschutz leisten.

„Finanztest“ hat in ihrer Juliausgabe festgestellt, dass „im Jahr vor Corona und im Crash  nachhaltige Fonds in der Mehrzahl besser als konventionelle Produkte abgeschnitten haben“. Das gleiche gilt für den MSCI World SRI (Socially Responsible Investments) Index gegenüber seinem „klassischen“ Bruder. Auch unsere persönlichen Erfahrungen bestätigen dies.

Herr Bader und ich beraten schon seit ca. 20 Jahren unter sozialen, ethischen und ökologischen Aspekten.

Gerne informieren wir Sie detailliert über die verschiedenen Möglichkeiten.

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